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Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Stadt Ludwigsburg und Stuttgarter Baufirma

Wolff & Müller ist als Vorreiter für nachhaltiges Bauen geehrt worden, Ludwigsburg als nachhaltigste Stadt Deutschlands

Preisträger Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2014 (Foto: Frank Fendler)

Preisträger Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2014 (Foto: Frank Fendler)

19.12.2014 | 

Die Stadt Ludwigsburg und das Stuttgarter Bauunternehmen Wolff & Müller gehören zu den Preisträgern des "Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2014". Ludwigsburg errang den ersten Platz unter den Städten mittlerer Größe, Wolff & Müller gehört zu den Top 3 in der Kategorie "Unternehmen mittlerer Größe". Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Chef des Bundeskanzleramts Peter Altmaier überreichten die Auszeichnungen. Mit der Auszeichnung ehrt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. 550 Unternehmen und 65 Kommunen hatten sich 2014 beworben.

Gesamte Stadtverwaltung auf Nachhaltigkeit getrimmt

Die Stadt Ludwigsburg zeichne sich "seit Jahren durch ein erfolgreiches integriertes Nachhaltigkeitsmanagement aus, das Nachhaltigkeit zum Leitgedanken städtischen Handelns macht und konstant und durchdacht die Bürgerschaft mit einbezieht", lobte die Jury das städtische Engagement. "Dabei stehen nicht immer Leuchtturmprojekte im Vordergrund, sondern die Absicht das gesamte Verwaltungshandeln an Zielen der Nachhaltigkeit auszurichten."

Seit 2004 arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Den Kern bildet ein Stadtentwicklungskonzept, das mit breiter Beteiligung der Bürger erarbeitet worden ist. Damit es nicht bei guten Absichten bleibt, werden die Erfolge bei der Umsetzung regelmäßig gemessen. Zudem finden alle drei Jahre Konferenzen statt, bei denen das Konzept überprüft und überarbeitet wird. Eine Vielzahl von Einzelprojekten belegen die Erfolge - von der Renaturierung des Neckarufers bis zu den "Ludwigsburger Musikimpulsen", die jedem Kind ab dem vierten Lebensjahr einen niederschwelligen Zugang zu musikalischer Bildung ermöglichen.

"Die gemeinsame intensive Arbeit für die nachhaltige Entwicklung Ludwigsburgs von Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung hat unsere Stadt vorangebracht", sagte der Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec. Der Nachhaltigkeitspreis sei "eine große Anerkennung für die Bemühungen aller Beteiligten und soll uns dazu motivieren, weiter engagiert daran zu arbeiten."

Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell im Bausektor

Auch die Stuttgarter Baufirma Wolff & Müller hat nachhaltiges Handeln seit vielen Jahren in ihre Tätigkeit integriert. "Immer mehr Bauherren erkennen, dass sich nachhaltiges Bauen auch wirtschaftlich lohnt. Bauwerke, die auf diese Weise entstehen, haben eine höhere Qualität, sind funktionaler und energieeffizienter", erläutert Dr. Matthias Jacob, Technischer Geschäftsführer Bau bei Wolff & Müller.

Die gesamte Unternehmensgruppe arbeitet CO2-neutral - in allen Betrieben, Arbeitsstätten und auf allen Baustellen einschließlich des Fuhr- und Maschinenparks. Seit 2009 nutzt die Baufirma zudem ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien und stellt auf Maschinen und Fahrzeuge mit geringem Kraftstoffverbrauch um. Im Kampf gegen Schwarzarbeit arbeitet Wolff & Müller eng mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls zusammen, jede Auftragsvergabe an Subunternehmen wird auf Einhaltung rechtlicher und sozialer Standards geprüft. Dabei hilft auch ein computergestütztes Kontrollsystem.

Mit Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell durchbreche Wolff & Müller die Abwärtsspiralen bei Preisen, sozialen und ökologischen Standards im Bausektor, heißt es in der Begründung der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. "Konsequent hat sich das Unternehmen auf nachhaltiges Bauen spezialisiert und setzt mit einschlägigen Zertifizierungen bei Kunden wie Mitbewerbern bundesweit ein klares Zeichen", so die Begründung weiter.

nachhaltigkeitspreis.de