Hochschule der Medien gründet Institut für Computerspiele

"Institut für Games" bündelt Kompetenzen in der Spieleentwicklung

Computerspiele, Online-Games oder mobile Spiele, ob zum Spaß oder zum Lernen, sind schon lange Teil der Lehrveranstaltungen an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM). Um ihre Technik und Programmierung geht es im Studiengang Medieninformatik, um mobile Games bei Mobile Medien und stärker um deren Gestaltung beim Studiengang Audiovisuelle Medien. In gemeinsamen Projekten fließt das Know-how bereits zusammen. Dafür will die HdM nun eine Anlaufstelle schaffen.

Das neue "Institut für Games" will die unterschiedlichen Kompetenzen in der Spieleentwicklung bündeln, vertiefen und ausbauen. Das Institut für Games soll spieleinteressierten Studierenden, Entwicklern, Publisher-Studios, Herstellern, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen als Plattform dienen. Neben den klassischen Genres der Computerspiele soll besonders der Bereich der Serious Games abgedeckt werden. Sie spielen etwa in der Medizintechnik eine zunehmend wichtige Rolle oder helfen bei der Sensibilisierung für gesellschaftlich relevante Themen.

Deutschland zählt zu den umsatzstärksten Spieleländern, Experten für interaktive Computeranwendungen sind in der Gamesbranche gefragt, werden aber auch in der Automobilindustrie oder in Verlagen gesucht. "Hier setzen wir mit dem neuen Institut an. Dort bündeln wir das Know-how der HdM", erklärt Rektor Prof. Dr. Alexander W. Roos. "Wir wollen am Institut unter anderem innovative Games-Software entwickeln, Soft- und Hardware testen, Workshops oder Projekte rund um die verschiedenen Games-Facetten anbieten. Die Technik hinter Computerspielen gehört zu den wichtigsten treibenden Kräften für die Medientechnologie von morgen", berichtet Prof. Uwe Schulz vom Studiengang Audiovisuelle Medien, der das Institut gemeinsam mit Prof. Dr. Jens-Uwe Hahn von der Medieninformatik leitet.

Dafür steht unter anderem ein "GamesLab" zur Verfügung, in dem mit professioneller Hard- und Software Spiele für verschiedene Plattformen entwickelt werden. "In der Games-Forschung wollen wir uns unter anderem auf neue Wege in der digitalen Medienproduktion konzentrieren und an technischen Infrastrukturen arbeiten. Themen wie Künstliche Intelligenz, Game-Engine-Programmierung, Bild- und Videoverarbeitung, Bildsynthese, Sounddesign, Visualisierung oder Displaytechnik in Verbindung mit künstlerischen Aspekten sollen abgedeckt werden", erklärt Hahn. In der Lehre sollen die Angebote weiter ausgebaut und aufeinander abgestimmt werden. Außerdem will das Institut Studierenden helfen, die planen, sich in der Games-Branche selbstständig zu machen.

Am 16. Oktober wird das neue Institut mit einem Games Day an der HdM eingeweiht.

http://www.hdm-stuttgart.de/games