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Weniger Staus dank Baustelle 4.0

Forscher der Universität Hohenheim optimieren die Logistikprozesse auf Baustellen

Forscher der Universität Hohenheim optimieren die Logistikprozesse auf Baustellen (Foto: Ammann Schweiz AG)

Forscher der Universität Hohenheim optimieren die Logistikprozesse auf Baustellen (Foto: Ammann Schweiz AG)

13.05.2016 | 

Mit dem Ziel, die Anzahl und die Länge von Autobahnstaus zu reduzieren, optimieren Wissenschaftler der Universität Hohenheim die Logistikprozesse auf Baustellen. Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts SmartSite steht dabei eine bessere Organisation des Asphaltbaus: "Im ersten Schritt analysieren wir exakt den Weg des Asphalts vom Mischwerk bis zur Baustelle und alle damit verbundenen Herausforderungen", sagt Projektleiter Marcus Müller. "Damit alle Abläufe auf der Baustelle reibungslos funktionieren, muss der Asphalt rechtzeitig ankommen, er darf nicht abkühlen, die Fertigungsmaschine darf auf dem Weg nicht stehen bleiben. Dies ist eine logistische Herausforderung, die wir mit intelligenter vernetzter IT unterstützen werden."

Um die Kommunikation zu verbessern, werden zunächst die aktuellen und logistisch relevanten Daten - wie etwa die Geschwindigkeit des Lastwagens und des Fertigers - permanent sensorisch erfasst, dann per Cloud Computing gespeichert. Das Ziel: die Daten zeitnah an alle Beteiligten wie Einbaumeister, Mischmeister oder Lastwagenfahrer weiterzugeben. Zudem soll eine automatisierte Prozesssteuerung im Sinne der Industrie 4.0 entwickelt werden.

Das Forschungsprojekt läuft seit gut zwei Jahren und hat jetzt erste praxistaugliche Ergebnisse erbracht. Zu den Unternehmenspartnern gehören aus der Region Stuttgart die Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH sowie die Züblin AG.

wi2.uni-hohenheim.de

Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) / Helmuth Haag