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Punkt für Punkt zum Mobilitätsnetzwerk

Regionale Förderung und EU-Geld soll auf Mobilitätspunkte konzentriert werden

Verknüpfung der Verkehrsträger (Foto: Deutschland - Land der Ideen/Wolfram Schaible)

Verknüpfung der Verkehrsträger (Foto: Deutschland - Land der Ideen/Wolfram Schaible)

14.05.2015 | 

Der Verband Region Stuttgart möchte ein Netz aus regionalen Mobilitätspunkten spannen. Darauf hat sich der Wirtschaftsausschuss verständigt. Um dieses Ziel umzusetzen und eine möglichst große Wirkung zu erreichen, konzentriert der Verband Region Stuttgart zwei Finanzierungsquellen. Zum einen verlängert er die Laufzeit seines Förderprogramms "Modellregion für nachhaltige Mobilität" bis 2020. Für diesen Zeitraum werden noch rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Darüber hinaus kann sich die Region berechtigte Hoffnungen auf bis zu 3,1 Millionen Euro machen. Dank des Engagements der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) zählt die Region Stuttgart zu den Gewinnern des Landeswettbewerbs RegioWin. Dieses Geld der EU aus dem EFRE-Topf bildet die zweite Säule der Finanzierung von regionalen Mobilitätspunkten, zunächst für Esslingen, Ludwigsburg, Eislingen, Fellbach (wohl beratend) und Schorndorf. Diese Städte hatten beim Wettbewerb ihr Interesse formuliert.

Alle anderen Städte und Gemeinden können sich bis Mitte Oktober um eine regionale Förderung bewerben. Dieser Zeitplan ermögliche es, Mobilitätspunkte aus dem regionalen Förderprogramm in Kombination mit denen von der EU geförderten zu entwickeln, führte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler aus. "Für die verkehrliche Wirkung von Mobilitätspunkten in der Region stellt die Kombination der beiden Förderprogramme einen Glücksfall dar", sagte er wörtlich. So sei es realistisch, zwischen acht und zehn Mobilitätspunkten in der Region Stuttgart zu verwirklichen. Ein Mobilitätspunkt, also ein stark nachgefragter Zug- oder Stadtbahnhalt, verknüpft weiterführende Infrastruktur und Dienstleistungen. Konkret sollen dort Service und Informationen zur Mobilität angeboten werden. Weiter sollen Umstiegsmöglichkeiten auf Busse, Car-Sharing oder Pedelcs vorhanden sein. Zur wichtigen Infrastruktur gehören auch Schnellladetankstellen für Elektromobile.

Das regionale Förderprogramm "Modellregion für nachhaltige Mobilität" wurde im März 2012 mit einem Volumen von 7,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht. In Kooperation von Verband Region Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) wurden bisher etwa 30 Projekte mit rund 4 Millionen Euro gefördert.