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Porsche unter Strom

Stuttgarter Autohersteller beschließt Bau eines Elektro-Sportwagens – mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze

Weltpremiere der Konzeptstudie Mission E von Porsche auf der IAA 2015 (Foto: Porsche)

Weltpremiere der Konzeptstudie Mission E von Porsche auf der IAA 2015 (Foto: Porsche)

07.12.2015 | 

Der erste rein elektrisch angetriebene Porsche kommt auf die Straße. "Mission E" nennt der Stuttgarter Sportwagenbauer das Projekt, für das der Aufsichtsrat jetzt grünes Licht gegeben hat. Ende dieses Jahrzehnts soll das Fahrzeug auf den Markt kommen. Für den Standort Region Stuttgart bedeutet der Elektro-Porsche weiteres Wachstum: Allein in Stuttgart-Zuffenhausen sollen mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Für den Stuttgarter Stammsitz kündigte Porsche Investitionen in Höhe von etwa 700 Millionen Euro an. In den nächsten Jahren sollen dort eine neue Lackiererei und eine eigene Montage für das Elektroauto errichtet, das bestehende Motorenwerk für die Herstellung der Elektroantriebe ausgebaut und der vorhandene Karosseriebau erweitert werden. Dazu kommen weitere Investitionen, etwa im Entwicklungszentrum Weissach.

"Wir nehmen die Herausforderung der Elektromobilität konsequent an", sagte Porsche-Vorstandsvorsitzender Dr. Oliver Blume. "Auch bei rein batteriebetriebenen Sportwagen bleibt Porsche seiner Philosophie treu und bietet das sportlichste und technologisch anspruchsvollste Modell im Segment."

Mehr als 600 PS wird der Elektro-Porsche unter der Haube haben. Damit soll der Viersitzer aus dem Stand in weniger als 3,5 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen können. Die im Unterboden integrierten Lithium-Ionen-Batterien werden laut Porsche eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern haben, dank einer eigens entwickelten Schnelllade-Einrichtung sollen schon nach 15 Minuten Ladezeit wieder 80 Prozent Reichweite zur Verfügung stehen. Zudem kann das Elektrofahrzeug kabellos per Induktion über eine im Garagenboden eingelassene Spule aufgeladen werden.

porsche.de/mission-e

Quelle: Porsche / Red.: Tobias Schiller