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684 Meter Natur und Geschichte

Den Hohenstaufen neu entdecken

Die Drei Kaiserberge (Pwagenblast CC BY-SA 3.0)

Die Drei Kaiserberge (Pwagenblast CC BY-SA 3.0)

27.06.2014 | 

Unweit von Göppingen erhebt sich majestätisch der Hohenstaufen. Der Berg, den Unkundige als Vulkankegel erkennen wollen, ist ein Zeugenberg, ein steinharter Rest der Schwäbischen Alb, die einst viel größer war. 684 Meter ragt das einzigartige historische Naturdenkmal heraus. Gemeinsam mit dem Rechberg und dem Stuifen bildet der Hohenstaufen ein weithin sichtbares Trio, die Drei Kaiserberge, die stilisiert auch das Logo der Stadt Göppingen zieren.

Der markante Kegel - umgedreht mit der mittelalterlichen Becherform eines "Stauf" vergleichbar - verpasste einem berühmten Adelsgeschlecht seinen Namen. Hier stand die Stammburg der Staufer, die europaweit Geschichte schrieben. Friedrich I. Barbarossa unterzeichnete hier 1181 die Urkunde für das Kloster Adelberg. Die von Walther von der Vogelweide gepriesene Irene von Byzanz starb 1208 auf der Burg im Kindbett. Von der Burgruine aus genießt man heute fantastische Ausblicke.

Ein neu entwickelter Audioguide bringt den Besuchern den besonderen Berg näher, will sie aber unter dem Motto "Hochgehen, zum Runterkommen!" auch dazu motivieren, den Hohenstaufen als Ort der Ruhe und Entspannung wahrzunehmen und Kraft und Impulse für den Alltag mit ins Tal nehmen. Schließlich lässt es sich bei einer Wanderung und den herrlichen Panoramablicken bestens entspannen. Hoch droben steht man über den Dingen des Alltags.

Der Audioguide, der in der Berggaststätte kostenlos ausgeliehen werden kann, versammelt informative Texte, aber auch Gedichte, Lieder, Märchen und Sagen, darunter von Goethe, Enzensberger, Heine, Hesse und Uhland. Gelesen werden sie von prominenten Stimmen wie Wirtschaftsminister Nils Schmid, Radiomoderator Matthias Holtmann und Sternekoch Vincent Klink. Ausgewählte Musik von keltischer Harfe bis Beethoven lockern die literarischen Leckerbissen auf.

http://www.berg-hohenstaufen.de

Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS)